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Maxis Kastration Eine Kastration bei einem weiblichen Kaninchen muss nicht immer glatt gehen. Maxi hat diese Operation leider nicht überstanden. Welche Probleme es gab, möchte ich hier gern schildern. An einem Mittwoch morgen habe ich sie zur OP gebracht. Maxi hat sich von der besten Seite gezeigt. Sie war eine kleine Zicke und brauchte zwei Mal Narkose, bis sie endlich schlief. Ich war auch noch bei ihr, als sie rasiert und "OP-fertig" gemacht wurde. Alles schien bestens. Sie wurde dann an die Gasnarkose gehängt, und die nächsten Probleme stellten sich ein. Sie ließ sich nicht auf den Rücken drehen und hat die Augen aufgerissen und nach Luft geschnappt. Die Tierärztin hat sie dann halb auf der Seite und halb auf dem Rücken kastrieren müssen. Sonst war alles bestens, die Naht sah super aus, und als sie ganz wach war, durfte ich sie mitnehmen. Mittwochs war sie doch noch sehr platt, und ich habe sie erst einmal in Ruhe gelassen. Donnerstag hat sie dann etwas Löwenzahn und anderes Grün geknabbert. Freitags hat sie dann ganz mit fressen aufgehört. Sie hat nichts mehr angerührt. Ich war dann auch abends noch einmal beim TA. Diesmal bei meinem, da der näher ist (kastriert wurde sie bei einer anderen TÄ, da mein TA selbst keine Kastration bei Weibchen macht). Sie hat die Wunde kontrolliert und gemeint, dass sie etwas auf die Nähte innen reagiert und daher auch nicht frisst. Sie hat dann Borgal und etwas Entzündungshemmendes gespritzt bekommen. Von Freitag auf Samstag Nacht hat sie dann auch ordentlich gefressen. Sie war auch wieder fitter, was aber zur Folge hatte, dass sie in der Nacht an der Naht geknabbert hatte und ein Faden weg war. Es war aber noch alles schön zu. Ich habe ihr dann mit etwas Kampf einen Anzug aus einer Socke (mit 4 Löchern für die Beine) angezogen, damit sie von der Naht wegbleibt. Ich war froh und habe mir keine Sorgen gemacht. Ich musste dann auch für ca. 3 Stunden weg. Als ich wieder heim kam, hatte Maxi sich irgendwie den Anzug ausgezogen und an der Stelle, wo der Faden fehlte, klaffte der Bauch auf. Ich habe zum Glück noch meinen TA erreicht, und er meinte, das wäre nicht so dramatisch, sie dürfe nur nicht mehr dran. Ich habe also noch einmal einen Anzug gebastelt, der diesmal enger war. Der blieb dann auch an. Allerdings hat sie wieder nicht gefressen. Ich habe das auf die Aufregung und die Schmerzen wegen der offenen Naht geschoben. Ich habe ihr dann auch noch einmal Schmerzmittel gegeben. Sonntags hatte sie immer noch nichts gefressen, und ich bin total verzweifelt wieder zu meinem TA. Der hat sich die Wunde dann wieder angeschaut und getackert. Dann hat er mir ein AB mitgegeben, das ich ihr geben sollte. Da sie wieder den ganzen Tag nicht gefressen hat, wollte ich sie abends mit CC zwangsernähren. Sie hat sich gewehrt wie eine Wilde, so dass ich Angst hatte, die Naht geht auf. Leider hat sie auch nichts gefressen und alles wieder ausgespuckt und nichts geschluckt.
Montags abends hat sie sogar wieder etwas Spitzwegerich und Löwenzahn und Fenchel selbst geknabbert. Ich bin frohen Mutes ins Bett und dachte noch, sie schafft es, sie ist eine Kämpferin. Morgens sah die Welt wieder ganz anders aus. Sie war total gebläht. Der Bauch war hart trotz der ganzen Medis. Ich bin dann kurz auf die Arbeit, um mich dort abzumelden, und habe auch direkt mit der TÄ, die sie operiert hat, telefoniert. Sie meinte, man könne nur noch einmal öffnen, die Luft herauslassen und schauen, wie es aussieht. Danach wollten wir eine Entscheidung treffen. Ich bin sofort heim, um sie einzupacken, und da war es schon zu spät. In den zwanzig Minuten ist sie dann gestorben. Ich konnte es gar nicht glauben. Selbst wenn ich gleich losgefahren wäre, hätte ich es nicht mehr geschafft. Die arme kleinen Maus, ich werde sie nie vergessen. Die Gase können sowohl vom unregelmäßigen bis "gar nicht" fressen oder auch wohl durch die Wunde von der OP selbst kommen. Daher möchte ich alles, die zu einer Kastration tendieren, bitten, sich das ganz genau zu überlegen. Es muss nicht immer gut gehen. Susann
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