|
Futterliste
(entnommen aus der Infomappe des
Kaninchenschutzes mit freundlicher Genehmigung)
Obst gehört nur in Maßen
auf den Speiseplan des Kaninchens, da es viel Zucker enthält und damit
den Kaninchenzähnen schaden und zu Übergewicht führen kann.
Ebenfalls nur maßvoll dürfen Petersilie, Möhrenkraut
und andere stark calciumhaltig Futtersorten verfüttert werden. Bei
einer Überversorgung mit Calcium wird dieses nämlich im Körper
der Kaninchen gebunden und kann dort zu ernsthaften Erkrankungen führen.
Auf stark eiweißhaltige Pflanzen wie Luzerne sollte auch verzichtet
werden. Eiweiß wird im Körper unter anderem zum Zellgift Ammoniak
abgebaut. Besteht eine Überversorgung mit Eiweiß, kann nicht
alles Ammoniak über den Harn ausgeschieden werden und schadet so
den Tieren.
Futterliste Gemüse und Obst
Ananas
ist reich an Enzymen, welche verdauungsfördernd wirken, und
helfen, verschluckte
Haare aufzulösen.
Apfel
reguliert die Verdauung und beugt Darmproblemen vor. Die Schale ist
besonders reich an Pektin, das Fruchtfleisch enthält mehr als 20 Mineralstoffe.
Zudem sind im Apfel di Vitamine A, Bi, 82, C und E enthalten. Geriebener
Apfel ist ein bewährtes Hausmittel gegen Durchfall und hilft oftmals
auch bei Kaninchen.
Artischocken
enthalten das Kohlenhydrat Inulin, den Bitterstoff Cynarin sowie
Eiweiß und Mineralstoffe. Sie werden von der Popularmedizin wegen
ihrer wohltuenden Wirkung auf Magen Galle und Leber schon seit Jahrhunderten
geschätzt. Zudem wirken sie appetitanregend.
Banane
mögen die meisten Kaninchen. Sie enthält viele Kohlenhydrate
und ist für Kaninchen ein Dickmacher. Außerdem kann sie Verstopfungen
hervorrufen. Bitte nur als Leckerlie!
Birne
enthält wenig Fruchtsäuren und wirkt wegen des hohen Kaliumgehalts
entwässernd.
Blumenkohl
wird gern genommen, darf aber nur in Maßen gegeben werden,
da er blähend wirkt.
Brokkoli
hat einen hohen Gehalt an Eiweiß, Kohlehydraten und Mineralstoffen
sowie dem Provitamin A. Er stärkt die Abwehrkräfte, die Augen
sowie Haut und Nerven und ist gut für die Verdauung. Allerdings enthält
er ebenfalls Oxalsäure, welche die Resorption von Kalzium behindert,
indem sie sich mit dem Kalzium verbindet. Eine hohe Oxalsäurekonzentration
erhöht das Risiko der Bildung von Harnstein.
Zudem kann es zu einem Kalziummangel im Blut kommen, durch welchen
die Blutgerinnung gestört werden kann. Deshalb sollte Brokkoli nicht
zu oft und nur in Verbindung mit abwechslungsreicher Kost verfüttert
werden.
Chicoree
ist kalorienarm, und reich an Mineralstoffen und dem Kohlehydrat
Inulin. Er wirkt leicht harntreibend und aufgrund des Basenüberschusses
säurebindend. In der Humanmedizin wird Chicoree für Diabetiker
und Rheumatiker empfohlen.
Chinakohl
enthält viel Eiweiß, Kohlehydrate, Aminosäuren, Senföl
und Mineralstoffe. Gerade im Winter ist er ein wichtiger Vitaminspender.
Als einzige Kohlart bläht Chinakohl nicht und ist leicht verdaulich.
Die Senföle fördern die Verdauung und steigern die Abwehrkräfte.
Eisbergsalat
lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zwei
Wochen aufbewahren. Er wird von Kaninchen gut vertragen und gern angenommen.
Endivien
sind botanisch mit dem Chicoree verwandt. Der enthaltene Bitterstoff
Inulin ist für seinen Geschmack verantwortlich. Endivien haben einen
hohen Mineralstoff- und Vitamin-Gehalt, dazu noch Kohlehydrate und Eiweiße.
Dem Inulin wird eine galle- und harntreibende, appetitanregende Wirkung
zugeschrieben.
Erdbeeren
sind einer der größten Vitamin-C-Spender unter den heimischen
Obstsorten. Zudem enthalten sie Vitamin B1 und B2, Mineralstoffe und
Eisen. Sie helfen bei Blutarmut und regen die Nieren zu vermehrter Tätigkeit
an.
Feigen
können frisch als ganze Frucht verfüttert werden. Sie sind
besonders reich an Vitamin B und Mineralstoffen. Sie wirken abführend,
sind extrem druckempfindlich und können deshalb im Kühlschrank
maximal zwei Tage aufbewahrt werden.
Fenchel
enthält große Mengen an ätherischen Olen sowie Zucker,
Stärke, Eiweiß und Mineralstoffe. An Vitaminen sind im Fenchel
A, B1, B2, B12, C und E enthalten. Die ätherischen Öle wirken
sich positiv auf die Schleimhäute aus und erleichtern bei Erkältungen
das Atmen. Besonders gern wird das Kraut des Fenchels gefressen. Säugenden
Weibchen kann man Fenchel sowohl als Frischkost als auch in Form von Tee
anbieten, da er die Milchproduktion fördert.
Frisee
ist botanisch mit dem Chicoree verwandt. Er hat einen hohen Mineralstoff-
und Vitamin-Gehalt. Auch enthält er den Bitterstoff Inulin, dem
eine galle- und harntreibende Wirkung zugeschrieben wird.
Gurke
Wichtig ist die Schale zu entfernen, da diese oft gespritzt ist und
Nitrat in hoher Konzentration enthält.
Heidelbeeren
enthalten reichlich Fruchtsäuren, Mineralstoffe, Gerbstoffe
und Vitamine. Getrocknete, runzelige Heidelbeeren sind ein altes Heilmittel
gegen Durchfall.
Himbeeren
enthalten viel Zucker, Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Vitamine.
Getrocknet sind sie ein gutes Mittel gegen leichten Durchfall. Ihre Blätter
stärken die Gebärmutter und sind somit ein ideales Ergänzungsfutter
für trächtige Weibchen.
Honigmelone
ist für Kaninchen eine Delikatesse und kann mitsamt der Schale
verfüttert werden, allerdings wie bei allen Obstsorten nur als Leckerlie.
Johannisbeeren
haben viele wertvolle Inhaltsstoffe, so z. B. Mineralien, Pektin
oder Fruchtsäuren, vor allem aber Vitamin C.
Karotten
sind wohl das Frischfutter schlechthin für Kaninchen. Sie enthalten
Alpha- und Betakarotin, Mineralstoffe, Kohlehydrate, Eiweiß, Lecithin,
Glutamin und Vitamine. Sie gelten allgemein als Kräftigungsmittel,
wirken harntreibend, blutbildend und antibakteriell.
Bewahren Sie Möhren am besten ungewaschen auf, da diese sonst
schnell schrumpelig werden.
Kirschen
sollten nur als Leckerlie verfüttert werden. Sie enthalten viele
Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium oder Phosphor, Kieselsäure
und Flavone. Vor der Verfütterung muss, wie bei allen Steinobstsorten,
der Stein entfernt werden. Sauerkirschen wirken zusätzlich entschlackend
und desinfizierend.
Kiwis
sind sehr reich an Vitamin C und enthalten Enzyme, die beim Ausscheiden
verschluckter Haare
helfen, indem sie diese auflösen. Kiwis können mit Schale verfüttert
werden.
Knollensellerie
hat einen hohen Gehalt an ätherischen Olen, Eisen, Kalzium und
Vitaminen. Er wirkt zudem harntreibend, blutreinigend, hustenmildernd und
entwässernd.
Kohlrabi
besteht aus vielen Kohlehydraten sowie aus Vitaminen, Eiweiß,
Kalzium, Kalium und anderen Mineralstoffen. Wie die anderen Kohlsorten
wirkt er blähend und sollte deshalb nur maßvoll verfüttert
werden.
Rosenkohl
ist reich an Vitaminen der B-Gruppe und Mineralstoffen. Jedoch hat
er eine leicht blähende Wirkung und sollte deshalb nur in kleinen
Mengen gegeben werden.
Kopfsalat
ist meist stark nitratbelastet und sollte deshalb, wenn überhaupt,
nur selten und in sehr geringen Mengen gefüttert werden. Kopfsalat
aus dem eigenen Garten kann hingegen bedenkenlos an die Langohren verfüttert
werden.
Speisekürbisse
sind auch für Kaninchen geeignet, werden aber nicht immer gern
genommen. Sie enthalten viel Beta-Karotin und Vitamine sowie Mineralstoffe
und Kieselsäure.
Maiskolben
sollten lieber nicht gegeben werden, da sie nicht besonders gut verträglich
sind und zudem auch schnell dick machen. Wenn man sie verfüttert,
dann im Ganzen mit Blättern — somit sind die Kaninchen zumindest
beschäftigt.
Mandarinen
können als Leckerlie hin und wieder verfüttert werden.
Sie enthalten viel Vitamin C und Fruchtzucker.
Mango
schmeckt nicht jedem Kaninchen. Der Stein darf nicht verfüttert
werden. Mango enthält mehr Beta-Karotin und Lycopin als Karotten,
dazu B-Vitamine, Vitamin E, Eisen und Flavone.
Mangold
ist sehr eiweißreich und besitzt einen hohen Gehalt an Kalium,
Kalzium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Vitaminen der 6-Gruppe,
dazu Beta-Karotin, reichlich Vitamin C und eine Reihe bioaktiver Substanzen,
denen verschiedene krankheitsvorbeugende Wirkungen zugesprochen werden.
Als Heilpflanze soll Mangold bei Darmträgheit, Nervosität und
leichter Erregbarkeit helfen. Zu beachten ist allerdings, dass er Oxalsäure
enthält.
Nektarinen
können problemlos verfüttert werden. Sie enthalten reichlich
Vitamine und Mineralstoffe sowie Beta-Karotine und Flavone. Vor dem Füttern
muss der Stein entfernt werden.
Orangen
sind der Vitamin-C-Lieferant schlechthin. Sie enthalten zudem B-Vitamine,
Kalium, Magnesium und andere Mineralstoffe sowie Beta-Karotin, Zellschutzstoffe,
Seien und Bioflavonoide. Da Kaninchen ihr Vitamin C selbst herstellen,
sollten Orangen nur sparsam gefüttert werden. Zudem mag nicht jedes
Kaninchen den Geschmack.
Paprika
ist ebenfalls eine wahre Vitamin-C-Bombe. Sie enthält doppelt
so viel davon wie eine Zitrone. Alle drei Sorten können verfüttert
werden, nur der Stiel enthält Solanin und muss deshalb unbedingt vorher
entfernt werden. Paprika enthält Karotin, viel Kalium, Kalzium, Phosphor,
Magnesium und dazu zahlreiche Farbstoffe sowie den .‚Heißmacher“
Capsaicin und ätherische Ole.
Pfirsich
hat die gleichen Inhaltsstoffe wie Nektarinen. Vor der Verfütterung
immer den Stein entfernen!
Pflaumen
sind Steinobstfrüchte und enthalten etwas Eiweiß und Fett,
zudem noch Karotin, reichlich Eisen, Kupfer, Zink und andere Mineralstoffe.
Sie müssen in jedem Fall ohne Stengel und Kern verfüttert werden,
und dies auch nur in kleinen Mengen.
Porree/Lauch
hat einen hohen Gehalt an Vitaminen sowie an Mineralstoffen wie Kalium,
Kalzium oder Phosphor. Er gilt als Nierenstimulanz, dient der Entschlackung
und wirkt der Bildung von Nierensteinen entgegen.
Radicchio
ist mit dem Chicoree und der Endivie verwandt und enthalt Mineralstoffe,
Provitamin A und Vitamin C sowie den ernährungsphysiologisch wertvollen
Bitterstoff Intybin. Diesem wird eine stoffwechselfördernde Wirkung
zugesprochen, und er wird als Magenmittel geschätzt.
Rosinen
sollten lieber nicht gefüttert werden, da sie Dickmacher sind.
Wenn sie gegeben werden, dann bitte ungeschwefelt und nur als Leckerlie.
Rote Beete
wird von den meisten Kaninchen gern gefressen - ob getrocknet oder
frisch. Sie enthält Provitamin A, die Vitamine A, B und C, Folsäure,
Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Eiweiß, Fett, Kalzium, Phosphor,
Natrium, Schwefel, Jod, Aminosäuren und Flavone sowie Krebsschutzstoffe.
Zudem färbt sie sehr stark, so dass die Langohren nach dem Festmahl
kleinen Vampiren gleichen. Bitte beachten Sie, dass Rote Beete Oxalsäure*
enthält.
Ruccola
auch Rauke genannt, wirkt verdauungsfördernd und harntreibend.
Lange Zeit fast vergessen, wird er heute wieder vermehrt angebaut. Im eigenen
Garten empfiehlt sich der Anbau von Ruccola, da diese schnellwachsende
Pflanze von den Kaninchen gern gefressen wird.
Sonnenblumen
können mit Blättern und Stiel verfüttert werden. Aufpassen
bei den Sonnenblumenkernen — diese sind echte Dickmacher.
Spargel
ob grün oder weiß, enthält eine Reihe von Mineralstoffen
wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und ist reich an Eiweiß,
Kohlehydraten, Karotin und Folsäure. Er ist sehr kalorienarm, die
enthaltene Folsäure unterstützt die Zellverjüngung sowie
die Blut- und Hormonbildung. Zudem regt Spargel den Stoffwechsel und die
Nierentätigkeit an, wodurch er entschlackend wirkt. Schließlich
unterstützt er die Leber- und Lungenfunktion.
Spinat
Frische Spinatblätter enthalten hochwertiges Eiweiß, zehn
Vitamine, 13 Mineralstoffe, Enzyme, Alpha- und Beta-Karotin, Chlorophyll,
Bitterstoffe, Eisen und Sekretin. Außerdem ist Oxalsäure enthalten.
Stangensellerie
wird auch Staudensellerie genannt. Er enthält ätherische
Ole, Mineralstoffe, Provitamin A sowie die Vitamine E und C. Stangensellerie
regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und die Säurebildung im Magen
an, fördert die Entwässerung und wirkt allgemein belebend.
Tomaten
sind als Kaninchenfutter umstritten. Grundsätzlich spricht jedoch
nichts gegen die Verfütterung reifer Tomaten, sofern das Tomatengrün
entfernt wird. In unreifen Tomaten und dem Tomatengrün ist Solanin
vorhanden, welches die Schleimhäute lokal schädigt und zu Durchfall,
Krämpfen, Paresen (leichte Lähmung der Muskulatur) und Atemlähmung
führt.
Es ist in allen Nachtschattengewächsen, zu denen auch die Kartoffel
zählt, enthalten, wobei die Konzentration in den Beeren besonders
hoch ist. Nur bei wenigen Arten wie der Tomate wird das Solanin während
der Fruchtreifung so weit entgiftet, dass die Pflanze essbar wird. Tomaten
sind randvoll mit den Vitaminen A, E und C sowie einigen B-Vitaminen.
Zudem enthalten sie Magnesium, Eisen, Kalzium, Phosphor, Kupfer und Kobalt,
Nickel und Zink sowie Natur-Kortison und Hormone. Dazu kommen die Heilsubstanzen
Cumarin- und Chiorogensäure.
Trauben
beinhalten höchst wertvolle Inhaltsstoffe, z. B. Traubenzucker,
wichtige Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Phosphor), Eiweiß, Fruchtsäuren,
Aromastoffe, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. Sie regen die Nieren-
und Darmtätigkeit an, wirken entschlackend und helfen gegen Harnsäureablagerungen.
Jedoch gilt auch hier: Nur als Leckerlie.
Wassermelonen
werden sehr gern genommen, es können sowohl Fruchtfleisch als
auch Schale verfüttert werden. Allerdings sollte sie wegen des hohen
Wassergehalts nur in Maßen gefüttert werden, sonst kann es
zu Durchfall kommen.
Zuckermelone
kann wie alle Melonen mit Schale verfüttert werden.
Futterliste Kräuter und Gräser
Kräuter sollten nur selten
gefüttert werden, da ihre heilenden Wirkungen sonst im Ernstfall
keine Wirkung mehr zeigen.
Kräuter und Gräser kann man auf jeder Wiese sammeln. Verwenden
Sie jedoch nur solche Pflanzen, die von ungedüngten und nicht großartig
abgasbelasteten Wiesen stammen. Bei Kräutern aus dem Supermarkt
sollten Sie auf Kräutertöpfe zurückgreifen.
Basilikum
Die frischen Blätter des Basilikums wirken krampflösend,
stimulierend und beruhigend. Zudem hat Basilikum eine heilende Wirkung
bei vielen Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen,
Erbrechen, Blähungen und Verstopfung. Der Tee soll bei Migräne
helfen.
Beifuss
Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und
Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung.
Bibernelle
auch Pimpernelle genannt, verbessert die Milchleistung. Sie wird
als schleimauflösendes, schweißtreibendes und stärkendes
Mittel verwendet. Anwendungsgebiete sind hauptsächlich Lähmungen
der Zunge, Blutergüsse, Heiserkeit usw. Das aus der getrockneten
Wurzel bereitete Gurgelwasser ist bei Lähmungen der Zunge und der
Kauwerkzeuge brauchbar. Die hauptsächliche Anwendung der Bibernellwurzel
ist die Tinktur. Das Wurzelpulver findet in der Tierheilkunde wegen der
verdauungsfördernden Eigenschaften Verwendung. In Wunden (vor allem
Kopfwunden) und Eitergeschwüre wird der Presssaft geträufelt,
wonach die Heilung schnell voranschreitet. Der Saft ist auch hilfreich
bei Harnbeschwerden, Verstopfungen der Milz und Leber.
Bohnenkraut
wirkt heilend bei Magenverstimmungen und Krämpfen.
Brennnessel
ist eines der ältesten Heilkräuter mit einem breiten Wirkungsspektrum
und gilt unter Wissenschaftern als "Königin der Heilpflanzen“. Sie
wirkt blutreinigend, blutbildend und harntreibend. Zudem wirkt sie schmerzlindernd
und entzündungshemmend. Die Brennnessel wird bei Haarausfall, Hautausschlägen,
Allergien sowie Blutarmut und Erschöpfung eingesetzt. Vor dem Verfüttern
bitte etwas trocknen lassen, im welken Zustand brennt sie nicht mehr.
Dill
Dill kommt ursprünglich aus dem südwestlichen Asien. Er
ist schon seit uralten Zeiten auch als Heilpflanze im Gebrauch. Die ätherischen
Ole des Dills wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend
und nervenberuhigend. Dill beugt Infektionen vor, stärkt das Immunsystem
und wirkt bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken,
Blähungen. Aus den Dillsamen kann man einen Tee zubereiten — ein
Teelöffel pro Tasse beruhigt die Nerven und fördert den Schlaf.
Estragon
wirkt verdauungs- und gallenflußfördernd sowie harntreibend
und enthalt viel Kalium. Es wurde als Heilpflanze bei Wassersucht, Nierenträgheit,
bei Appetitlosigkeit, Magen-schwäche und Blähungen gebraucht.
Als Hausmittel lindert Estragonöl Rheuma und Muskelkrämpfe.
Frauenmantel
Frauenmantelblätter haben einen hohen Gerbstoffgehalt und finden
daher in Tees gegen Durchfallerkrankungen Einsatz.
Gänseblümchen
wird gelegentlich als Futterpflanze sowie als Heilpflanze genutzt.
Die Blüten können auch im Salat verwendet werden. Bekannt ist
die blutreinigende Wirkung des Gänseblümchens.
Gurkenkraut
auch Borretsch genannt, lindert Fieber, trockenen Husten und Hautausschlag.
Das aus dem Samen gewonnene Öl verschafft bei rheumatischer Arthritis
Erleichterung. Aufgrund des hohen Gehalts an Gamma-Linolensäure
findet Borretsch auch Einsatz bei der Behandlung von Ekzemen wie Neurodermitis.
Johanniskraut
wird als Heilpflanze gegen Stimmungsschwankungen, Nervosität
und leichte bis mittelschwere Depressionen eingesetzt (Hypericum perforatum).
Kerbel
wirkt magenstärkend, blutreinigend und entwässernd.
Klee
Das Kleefutter ist grün und trocken wohlschmeckend, nährend
und gedeihlich; im jungen Zustand darf man es wegen des Aufblähens
nicht unvermengt füttern.
Koriander
Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd,
krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden.
Liebstöckel
Die Wurzel eignet sich als Mittel gegen Bronchitis, Mandelentzündung
und Blasenleiden. Ein Absud aus Samen, Blättern und insbesondere
der Wurzel fördert die Entwässerung, was auf die ätherischen
Ole zurückzuführen ist.
Löwenzahn
ist harntreibend und wird auch zur Vorbeugung gegen Rheuma verwendet.
Luzerne
ähnlich dem Klee, wird oft als Heu verfüttert
Majoran
gilt als Allheilmittel; löst Darmkrämpfe und Harn.
Minze
wird zur Schmerzlinderung bei Kopfschmerzen, Erkältung verwendet
und wirkt entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend. Als
Tee wirkt Minze krampflösend und beruhigend.
Oregano
hat eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen
der oberen Atemwege.
Petersilie
besitzt eine harntreibende Wirkung, sollte jedoch aufgrund des hohen
Kalziumanteils nur selten und in kleinen Mengen gegeben werden, da sie
auch Harngrieß verursachen kann.
Rosmarin
wirkt anregend auf Kreislauf und fördert auch die Tätigkeit
der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen.
Salbei
Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung.
Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen
aller Art die Pflanze der Wahl.
Schnittlauch
enthält größere Mengen an Vitamin A und C, wirkt
bakterienhemmend, anregend auf Appetit und Verdauung, beugt Tumoren und
Blutverklumpung vor, verhindert die Bildung von Harnsäure, wirkt
schleimlösend und stärkt das Verdauungssystem und den Kreislauf.
Selleriekraut
wirkt nervenstärkend, appetitanregend, kann jedoch Allergien
auslösen.
Taubnesseln
wirkt entzündungswidrig, reizlindernd, entkrampfend, blutreinigend,
fiebersenkend und wird bei Katharren der oberen Luftwege sowie Magen-
und Darmbeschwerden angewandt.
Thymian
wirkt aufgrund seiner ätherischen Öle bei Bronchitis und
Katarrhen der oberen Luftwege hustenreizstillend und schleimlösend.
Topinambur
ist ein pflanzlicher Appetitregulator ohne Nebenwirkungen. Die Superknolle
regt den Körper an, seine natürliche Hunger-Sättigungs-Balance
wiederzufinden. Der reichhaltige Mineralstoffkomplex und Spurenelemente
wie Kalium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Calcium usw. fördern die
Funktionen von Muskeln, Nerven usw.. Vitamine wie C, A, Bi, B2, Niacin
etc. runden das Ganze ab. Der Ballaststoffgehalt ist besonders hoch. Als
Diätgemüse besonders hochwertig, da fett- bzw. kalorienarm.
Sie besitzt starke prebiotische Eigenschaften. Inulin wirkt sich günstig
auf die Darmflora aus.
Vogelmiere
hilft bei Erkältungskrankheiten, Husten, rauhem Hals, gilt als
Blutreiniger bei Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Rheuma und wird
als Wundbehandlung bei Ekzemen angewandt. Ebenfalls wirkt die Vogelmiere
antiviral, immunstimulierend sowie juckreizstillend.
Spitzwegerich
wirkt bei Bronchitis, Katarrhen der oberen Luftwege, Magen- und Darmschleimhautentzündungen,
Quetschungen, blutenden Wunden und Insektenstichen.
Wermut
Regt die Magenfunktion an und wirkt bei Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden
und Durchfall.
Zitronenmelisse
„das beste Kräuterlein für das Herz“, wirkt beruhigend
bei Unruhe.
Zweige mit jungen Blättern
Ahorn
Apfelbaum
Birne
Birke
Erle
Hainbuche
Haselnuß
Linde
Weide
Diese Liste soll nur als
Anregung gedacht sein. Nicht jedes Kaninchen verträgt
alles, was auf dieser Liste steht. Da viele Grünsorten blähend
wirken können oder andere Beschwerden verursachen
können, verfüttern Sie nie große Mengen;
testen Sie erst an kleinen Mengen, ob es Ihrem Kaninchen
gut bekommt.
Versuchen Sie, das Menü Ihres Kaninchen
abwechslungsreich zu gestalten; bieten Sie gleichzeitig
kleine Mengen von mehreren Sorten von Grünzeug.
Sammeln Sie keine Pflanzen am Wegesrand
oder an viel befahrenen Straßen oder auch dort, wo
es Gefahr der Krankheitsübertragung besteht (z.B.
durch Kot von Hunden). Beachten Sie auch, daß Sie
kein bespritzes Grünzeug verfüttern sollten.
Waschen Sie Grünfutter immer gut
ab!
Verfüttern Sie kein welkes Grünfutter!
Verfüttern Sie kein Grünzeug
aus dem Kühlschrank; achten Sie immer darauf, daß
es nicht zu kalt ist.
Um etwas "müdes" Grünzeug
wieder knackig zu bekommen, tauchen Sie dies über die
Nacht ins kalte Wasser.
Bitte, bieten Sie Ihrem Kaninchen
nie folgendes an:
-
Süßes
-
Kartoffelkeime
- Rohe Bohnen
- Zucchini
- Tomatengrün
- Rohe Kartoffeln
- Auberginen
-
Zweige von Eiben
- Zweige von Zierhölzen
- Steinobstbäume
Ausserdem sollten keine zucker- oder
honighaltigen Leckereien (Knabberstangen, Drops)
gefüttert werden, da sie das empfindliche Verdauungssystem
und die Zähne des Kaninchens schädigen können.
*Oxalsäure behindert die Resorption
von Calcium , da sie sich mit Calcium verbindet. Höhere
Oxalsäurekonzentration im Körper erhöht jedoch
das Risiko der Bildung von Harnsteinen.
Außerdem sinkt bei sehr hoher Zufuhr die Calciumkonzentration
im Blut, was unter anderem die Blutgerinnung stören kann.
|